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Wann lohnt sich eine Wasserenthärtungsanlage für ein Einfamilienhaus?

Ob überhaupt eine Wasserenthärtungsanlage für ein Einfamilienhaus sinnvoll ist, hängt vor allem von der Wasserhärte ab.

Wasserenthärtungsanlage Einfamilienhaus, wasserhärte prüfenBei weichem Wasser, Härtebereich 1, bis 7,3 °dH (Deutsche Grad) ist eine Wasserenthärtung nicht nötig.
Bei mittlerem Wasser, Härtebereich 2, von 7,3 bis 14 °dH ist es eine Ermessensfrage.
Bei hartem Wasser, Härtebereich 3, über 14 °dH ist der Einsatz einer Wasserenthärtung sinnvoll.

Die Wasserhärte lässt sich beim zuständigen Wasserversorger telefonisch erfragen. Die meisten Versorger haben diese Angaben inzwischen im Internet veröffentlicht. Eine Abfrage über Google mit dem Begriff „Wasserhärte“ und dem Namen der Stadt, des Ortes ist meistens erfolgreich.

In hartem Wasser sind vor allem Calcium-Ionen gelöst, die sich beim Verdunsten des Wassers oder bei Temperaturen um 60° als harte Kalkschichten ablagern. Sie bilden die bekannten weißen Ränder an tropfenden Wasserhähnen und an Kacheln im Badezimmer.
Warm-Wasserarmaturen verstopfen schneller oder werden undicht, besonders die Haltbarkeitsdauer von Einhebelmischern wird drastisch verkürzt. Warmwasserrohre setzen sich mit der Zeit zu. Heizungsrohre und Heizkörper heizen sich durch die isolierende und den Rohrleitungsquerschnitt verengende Kalkschicht im Lauf der Jahre langsamer auf und bewirken so einen höheren Energieverbrauch.

In Geräten, die Wasser erhitzen, führen diese Ablagerungen zur Beeinträchtigung der Funktion bis hin zu schweren Schäden und verkürzen die Lebensdauer erheblich. Betroffen sind davon Wasserkocher, Dampfbügeleisen, Kaffeemaschinen, Durchlauferhitzer, Warmwasserboiler, Geschirrspülmaschinen, Waschmaschinen usw.

Für die menschliche Gesundheit stellt hartes Wasser keine Gefährdung da. Während eine gewisse Wasserhärte Trinkwasser besser schmecken lässt, beeinträchtigt zu hartes Wasser bei Getränken wie Tee und Kaffee den Geschmack, auch bei der Zubereitung von Speisen kann zu hartes Wasser den Genuss beeinträchtigen.

Der Betrieb einer Wasserenthärtungsanlage für ein Einfamilienhaus kann sich also durchaus sehr lohnen. Eine kleine Anlage kostet ab 500,- €, die Montage ist einfach, bei handwerklichem Geschick kann man sie auch selber montieren. Die Betriebskosten sind gering, die Stromverbrauch ist niedrig, die anderen Kosten je nach Anlagentyp sehr überschaubar.
Der Nutzen ist groß: man braucht weniger Reinigungsmittel und spart auch noch Zeit beim Reinigen; die Haushaltsgeräte halten wesentlich länger, auch die Lebensdauer der Wasserinstallationen und der Heizungsanlage wird verlängert.

Was für eine Wasserenthärtungsanlage ist für ein Einfamilienhaus sinnvoll?

Die sinnvollste Wasserenthärtung für eine kleine Wassermenge, wie sie für ein Einfamilienhaus gebraucht wird, beruht auf dem Ionenaustauschverfahren.
Dabei durchströmt das Wasser einen Ionenaustauscher, der die Calcium-Ionen aus dem Wasser einfängt und durch Natrium-Ionen ersetzt. Diese verbleiben im Wasser und bilden keine Rückstände in Rohren und Geräten. Ist der Ionenaustauscher erschöpft, muss er durch eine Salzlauge regeneriert werden; die von ihm eingefangenen Calcium-Ionen werden wieder gegen Natrium-Ionen ausgetauscht. Diese Prozesse geschehen vollautomatisch, die Lösung mit dem Calcium wird über die Abwasserleitung entsorgt. Das gleiche Prinzip, wie es schon viele Geschirrspülmaschinen verwenden.

Was ist für eine Wasserenthärtungsanlage für ein Einfamilienhaus noch zu beachten?

Die Anlage wird direkt hinter dem Wasserzähler montiert. Sie braucht einen Abwasseranschluss und einen Stromanschluss, der Stromverbrauch ist aber sehr gering. Ab und zu muss Salz nachgefüllt werden. Wasserenthärter gibt es je nach Wasserverbrauch in unterschiedlichen Größen. Wichtigstes Merkmal ist hier die Wassermenge, die zwischen zwei Regenerationsphasen des Ionenaustauschers, gefiltert werden kann. Diese reicht, je nach Größe der Anlage von ca. 2.000 bis 20.000 l.